Meine Meinung.

Autoverbot? Nicht mit mir [2026-03-10]
FotoBestimmt haben einige von Ihnen schon dieses oder ähnliche Plakate am Straßenrand gesehen und sich gefragt: Warum eigentlich? Die Initiative „Berlin autofrei“ will den privaten Autoverkehr innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings weitestgehend verbieten. Wird der Volksentscheid angenommen, dürften die Berliner ihr Auto dann künftig nur noch an maximal zwölf Tagen im Jahr für Fahrten in die Innenstadt nutzen. Was als Beitrag zum Klimaschutz verkauft wird, ist in meinen Augen aber ein massiver Eingriff in die Lebenswirklichkeit der allermeisten von Ihnen. Gerade am Rande der Stadt. Ein pauschales Autoverbot verkennt die Bedürfnisse vieler Menschen. Familien, Pendler, Ältere, Handwerker, Selbstständige und Gewerbetreibende... sind häufig auf ihr Fahrzeug angewiesen – nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Notwendigkeit. Gleichzeitig ist der öffentliche Nahverkehr vielerorts überlastet, unzuverlässig und noch immer nicht überall barrierefrei – oder schlicht nicht ausreichend vorhanden, wie bei uns im Pankower Norden. Ja, weniger Autos in der Stadt sind natürlich wünschenswert: Weniger Stau, bessere Luft, mehr Sicherheit für Kinder. Aber dieses Ziel durch Zwang und Bevormundung erreichen zu wollen, halte ich für falsch. Statt ideologiegetriebener Verbote braucht Berlin eine pragmatische Verkehrspolitik: Investitionen in einen leistungsfähigen ÖPNV, Park-and-Ride- Angebote, intelligente Verkehrslenkung und ECHTE Wahlfreiheit. Eine autofreie Innenstadt „per Gesetz“ würde die Stadtgesellschaft dagegen nur noch weiter spalten und zudem den Wirtschaftsstandort schwächen. Das lehne ich klar ab!
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Johannes Kraft

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