Meine Meinung.

Einleitstelle Pankgrafenstraße: Ich bleibe dran [2026-08-16]
FotoWie versprochen möchte ich Ihnen auch hier auf den neuesten Stand zur Einleitstelle in der Pankgrafenstraße informieren. Anfang August fand dazu erneut ein Gespräch mit den Berliner Wasserbetrieben (BWB) und dem Senat statt. Zunächst aber ein herzliches Dankeschön an alle: Über 1.300 Menschen haben unseren Brief an den Vorstandsvorsitzenden der BWB mit ihrer Unterschrift unterstützt. Dieses starke Signal hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Problem nicht einfach unter den Tisch gekehrt wird.

Wie bei unseren Treffen vor Ort in Buchholz und Karow bereits berichtet, hatte die BWB mir zunächst erklärt, dass eine Wiedereröffnung der Einleitstelle in der Pankgrafenstraße nicht infrage komme. Meine eindeutige Antwort darauf war: Wenn die Einleitstelle nicht wieder geöffnet wird, muss eine zufriedenstellende Alternative geschaffen werden – und diese kann auf Dauer nicht Schönerlinde heißen.

Die BWB haben deshalb nun insgesamt 17 Pumpwerke in unserer Region daraufhin untersucht, ob sie als alternative Einleitstellen geeignet wären. Das Ergebnis ist leider ernüchternd: Keines der Pumpwerke stellt eine realistische Alternative dar. So würde allein etwa der Umbau des Pumpwerks in Heinersdorf laut BWB rund fünf Jahre dauern und rund zehn Millionen Euro kosten.

Ich habe deshalb noch einmal unmissverständlich klargemacht: Wir haben hier kein „Luxusproblem“! Eine funktionierende Abwasserentsorgung gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und damit zu den Kernaufgaben der Politik. Es kann schlicht nicht sein, dass Menschen in der Bundeshauptstadt im 21. Jahrhundert nicht auf die Toilette gehen oder duschen können. Die Entsorgungssicherheit muss gewährleistet sein!

Sowohl der Senat als auch die BWB haben daraufhin eingeräumt, dass eine tragfähige Lösung gefunden werden muss. Und wenn sich tatsächlich keine andere Möglichkeit findet, dann muss auch die Pankgrafenstraße wieder auf den Tisch. Mein Eindruck ist: Die Dramatik der Situation ist bei den Verantwortlichen inzwischen angekommen.

Für die nächsten Schritte haben wir vereinbart, dass die Senatsverwaltung die wasserrechtlichen Voraussetzungen und die BWB die arbeitsschutzrechtlichen Voraussetzungen darstellen und mögliche Lösungen aufzeigen.

Ende August findet bereits das nächste Gespräch hierzu statt. Ich konnte erreichen, dass daran nun auch die Grubenabfuhrunternehmen teilnehmen werden. Ich bleibe mit Nachdruck dran und lasse nicht locker, bis eine vernünftige und dauerhaft tragfähige Lösung für uns alle gefunden ist
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Johannes Kraft

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